Wie sicher ist VoIP wirklich?

Telefonate abhören, das gehört anders als viele vielleicht denken mögen nicht zu den Erscheinungen der heutigen Zeit, sondern war auch schon vor Jahrzehnten mit einfachen Tricks möglich. ISDN war eine Revolution und brachte deutlich mehr Sicherheit ins Festnetz. Seither war das Abhören von Telefonaten nur noch über spezielle Hardware und in Verbindung mit Leitungsknoten machbar.

Heute, im Zeitalter von VoIP, gibt es diese Sicherheitslücken nicht mehr. Stattdessen finden sich aber neue, weitaus komplexere Systeme die selbstverständlich auch nicht fehlerfrei und perfekt abgesichert sind. Somit wird auch die viel gelobte Technologie bei der Telefonate kostenlos oder sehr kostengünstig über das Internet geführt werden können zur Falle für ahnungslose Anwender.

Viele Sicherheitsexperten arbeiten stetig an der Verbesserung der sicheren Gesprächsübertragung, oft wird aber ein entscheidender Faktor außen vor gelassen: Das heimische Netzwerk.
Gelingt es einem Hacker sich in das lokale Netzwerk eines Verbrauchers einzuklinken – und das ist wahrlich nicht schwer für versierte Anwender – kann er so schnell an die ein- und ausgehenden Verbindungen des Opfers herankommen, und hierüber natürlich auch Telefonate die über das Internet geführt werden abhören.

Es bleibt dem Verbraucher also nichts anderes übrig, als sein heimisches Netzwerk so sicher wie möglich zu machen.

Viele Router sind kompatibel mit DECT-Schnurlostelefonen, und DECT-Telefone gibt es mittlererweile mit VoIP, das heißt Sie können auch ohne den Umweg über einen PC über das Internet telefonieren. Sie finden z.B. ein geeignetes VoIP Telefon bei Gigaset.com, mit welchem Sie auch ohne PC über VoIP telefonieren können. Hier ist etwas mehr Sicherheit gewährleistet, da keine Zusätzlichen Sicherheitslücken durch einen PC geöffnet werden.

Ein wertvoller Tipp, mit dem Sie Ihr Heimnetzwerk in wenigen Minuten sicherer machen können:

Machen Sie Ihr WLAN nur für bekannte Geräte zugänglich
So gut wie jeder moderne Router erlaubt es, die Zugangsberechtigung für Ihr WLAN zu regulieren. Sperren Sie automatisch alle unbefugten Geräte aus, indem Sie nur bekannten Geräten den Zugang ermöglichen.
In der Fritz.Box, einem vielseitigen Router mit Telefonanlage von AVM, sieht diese Prozedur wie folgt aus:
Gehen Sie im Menü auf WLAN
fritzbox-wlan-einschraenken
Beschränken Sie den Zugang hier für alle neuen Geräte. Löschen Sie nach dem Speichern der Einstellungen alle Ihnen unbekannten Geräte.
Sollte wider Erwarten ein Gerät, das Sie im WLAN verwenden möchten, nicht mehr ins Internet können, wählen Sie zur (erneuten) Anmeldung dieses Gerätes kurz die Option “Alle neuen WLAN Geräte zulassen”, melden Sie sich im Netzwerk mit dem Gerät an und beschränken Sie anschließend den Zugang wieder wie beschrieben.

Bei anderen Routern sind die Optionen anders, sollten aber ähnlich sein. Fragen Sie ggf. beim Hersteller nach.
Übrigens: Viele Internetprovider liefern angepasste Fritz.Box Router aus, die optisch zwar etwas anders aussehen, im Innenleben aber der “originalen” Fritz.Box gleichen.