Zur Geschichte und Entstehung von 3D-Druckern

652px-ORDbot_quantumSchon seit den 80er-Jahren existiert die grundlegende Technologie von 3D-Druckern. Ein wichtiger Name in diesem Zusammenhang ist Chuck Hull, der Mitgründer von 3D- Systems. Zunächst konnten nur kleine Teile mit einer mäßigen Präzision hergestellt werden. Mittlerweile jedoch sind moderne Geräte in der Lage, auch sehr komplexe Gebilde zu produzieren, die von einer hohen Genauigkeit gekennzeichnet sind.

Besonders in den letzten Jahren erlebte die 3D-Druck-Technolgie einen regelrechten Boom. Dafür sind mehrere Gründe in Betracht zu ziehen. Die Tatsache, dass das Patent für die Fused Deposition Modeling (FDM) Technologie vor einigen Jahren ausgelaufen ist, hat den Boom der 3D-Drucker maßgeblich beeinflusst. Mehr dazu hier.

Nur daher konnte der Open Source 3D-Drucker RepRap entwickelt werden. Natürlich spielt auch das generell bessere Verständnis von Computertechnik eine wesentliche Rolle bei der Entwicklung von 3D-Druckern. Dadurch sind im Allgemeinen die Berührungsängste gesunken, welche früher mit neuen Technologien einhergingen.

Dazu kommt, dass viele Menschen fasziniert von der Vorstellung sind, sich beliebige Produkte ganz einfach und bequem zuhause ausdrucken zu können. Dadurch wird der Trend weiter voran getrieben. Häufig wird im Zusammenhang mit 3D-Druckern sogar von einer erneuten industriellen Revolution gesprochen.

Zu einer Zeit, als besonders professionelle 3D-Drucker noch sehr hohe Kosten aufwiesen, entstanden sogenannte 3D-Dienstleister. Derartige Sevices wenden sich nicht nur an Unternehmen aus der Industrie, sondern auch an Privatkunden. So konnten auch kleinere Firmen und Privatanwender erste Erfahrungen mit dem 3D-Druck sammeln, ohne sich direkt ein teures Gerät anschaffen zu müssen.

Gleichzeitig arbeiteten die Hersteller von 3D-Druckern daran, technisch immer ausgereiftere Drucker herzustellen, die immer bessere Ergebnisse erzielen. Zudem sanken die Preise, sodass die Geräte nach und nach auch für Privatanwender interessanter wurden. Als Vorreiter ist hier das Projekt RepRap zu nennen, das auf einem Open Source Hardware Prinzip basiert. Derartige 3D-Drucker zum Selbstbauen sind deutlich günstiger als Komplettsysteme und somit auch für private Anwender erschwinglich. Für die gelegentliche anwendung empfehlen sich aber vor allem Online-3D Druck Anbieter.

Schließlich darf auch das Interesse aus der Politik und von Investoren nicht außer Acht gelassen werden. Gerade in den letzten Monaten unterstützten die Regierungen verschiedener Länder die Herstellung von 3D-Druckern, darunter China, die USA, Großbritannien und die EU. Sie sehen in dem 3D-Druck die Möglichkeit, die Produktion wieder vermehrt in das eigene Land zurückzuholen und gleichzeitig Lohnkosten einzusparen. Daher werden die zugrunde liegenden Technologien finanziell gefördert, wodurch auch das Interesse von Investoren zunimmt.